Sonntag, 5. September 2010
 
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Samstag, 19. Mai 2007

 

What about trading?

Dieser Guide verfolgt das Ziel Einsteigern das "Trading", also das Tauschen von Pearl Jam Live-Mitschnitten, sog. Bootlegs, zu erleichtern. Er will Informationen liefern, kleine Anleitungen und Tips geben, allerdings kann er kein Garant auf Erfolg sein. Er wurde erstellt als Gemeinschaftsprojekt von Thomas Welsch (Pearl Jam Info), Markus Wahl (longroad.de) und Christian Nölle (vitalogy.de).

So what about trading!?

Dem Newbie stellt sich natürlich erstmal die Frage: Ich habe doch gar nichts anzubieten, wer sollte denn dann mit mir einen Trade machen?!

Alle haben irgendwann mal damit angefangen, und waren auf die Hilfe von Leuten angewiesen, die ihnen unter die Arme gegriffen haben und so einen Grundstock gelegt haben. Erstes Gebot ist die Freundlichkeit! Eine Anfrage an einen Trader sollte _immer_ freundlich und präzise sein. Fragen wie: "Hallo! Ich will irgendein Konzert von der XY-Tour haben und das am besten gestern!" landen mit höchster Wahrscheinlichkeit im Papierkorb! Seit freundlich und präzise. Sagt _genau_ was ihr sucht, das ihr selber ein Newbie seit, also nichts anzubieten habt und sagt mit welchem Verfahren (Details siehe unten) ihr am liebsten tauschen wollt.Sollte also irgendwie so aussehen:

Hallo!
Ich interessiere mich für das Berlin Konzert vom xx.xx.xxxx. Leider bin ich Newbie und habe selber nichts anzubieten./habe nur das Konzert vom xx.xx.xxxx in xxx anzubieten.
B&P(?) wäre schön, ich würde aber auch 2:1(?) traden!
Vielen Dank im voraus!
Grüße!

Die Chancen jetzt einen Trade "angeleiert" zu bekommen sind direkt um 200% gestiegen! Der Trader wird, wenn er Zeit findet, auf eure Mail antworten. Werdet nicht ungeduldig, Leute haben auch manchmal was anderes zu tun. Wenn ihr nach 2-3 Wochen noch keine Antwort erhalten habt, solltet ihr nochmals vorsichtig nachfragen, entweder war er in Urlaub oder hatte bisher keine Zeit. Erhaltet ihr dann immer noch keine Antwort, so solltet ihr euch jemand anderen suchen der dieses Konzert hat.

Yeah, he´s/she´s willing to do it!

Ihr habt also nun eine positive Antwort bekommen. Könnte so aussehen:

Hallo Newbie!
Wir können gerne einen B&P Trade machen, ich nehme dir das Konzert auf CD-R/Tape auf. Bitte schicke 2 xyz-Tapes / xyz-CD-R an:
blabla
blablaweg 23
00000 blabla
germany/or whatever
Grüße
Trader

So, nun seit ihr auf dem besten Weg euren ersten Trade erfolgreich abzuschließen. Haltet euch an die Vorgaben bezgl. der gewünschten Tapes/CD-R´s, viele Trader nehmen nur auf ganz _bestimmten_ Medien auf, bei Tapes sind das meisten Maxell XL II 90, CD-R´s variiert häufig. Schickt nun die Medien an die angegeben Adresse, sorgt für einen ausreichend gepolsterten Umschlag, Luftpolster oder so. Vergesst auf _keinen_ Fall das Rückporto (bei B&P) und packt einen Zettel mit dem gewünschten Konzert, eurer EMail und gaaaannnnnnzzz wichtig eurer Adresse in den Umschlag! Jetzt ab zur Post, ausreichend frankieren (Rückporto beachten) und ab damit! Jetzt heißt es warten.

Back for good!

Der Umschlag ist wieder da! YES! Das war also euer erster erfolgreicher Trade, nun kann es weiter gehen! Was noch zu erledigen wäre: Schickt eine Mail an euren Partner in dem ihr euch nochmals bedankt und ihm sagt, das alles gut angekommen ist. Fragt nicht direkt wieder nach einem weiteren Trade, macht das ein Jahr später ;-) Euer Trader war einmal so nett, einen Newbie-Trade zu machen, von dem nichts hat, hat Zeit investiert und hat euch nicht entäuscht, also überstrapaziert es nicht, gönnt ihm "Ruhe". Sucht euch andere Trader!

Not back for good!

Ihr habt die Tapes vor sechs Wochen auf den Weg geschickt, aber weder die Tapes noch eine Mail bekommen, das es was länger dauert. So gut, so schlecht. Fragt mal an, was denn los ist, aber immer freundlich. Es muß keine böse Absicht dahinterstehen, Computer gehen kaputt, Postlaufzeiten sind lange, Omas sterben, Häuser brennen etc. Wenn ihr auf eure Anfrage nach einer weiteren gut bemessenen Zeit keine Antwort bekommt, dann fragt nochmals nach, vieleicht mittlerweile etwas direkter, aber nicht unverschämt! Wenn alles das nichts nützt, dann laßt eure Tapes Tapes ein, und sucht euch einen anderen. Ist sicherlich nicht das positivste Erlebniss für einen Newbie, aber es gibt überall "schwarze Schafe". -Dies sollte aber eher die absolute Ausnahme darstellen, kann aber passieren-

Parting Ways

Die verschiedenen, gebräuchlichsten Verfahren sind im folgenden erklärt:

-B/P (Blank and Postage/Leerkassetten und Rückporto)

Bei einem Trading mit B/P, oder B&P oder wie auch immer, schickt man einfach leere Kassetten (oder CD-R´s) mit Rückporto für diese Aufnahmen. Dieses Trading ist sicherlich das beste, da im Geiste der "Jamily" kein Profit aus den Trades zu ziehen ist. Leider ist diese Art des Trades _außerhalb_ Deutschlands nicht praktikable, da der Trade-Partner in Amerika oder Italien oder sonstwo, nichts mit deutschen Briefmarken anfangen kann und auch meistens nichts mit deutschen Münzen (und in diesem Bereich spielt sich das Porto meistens ab) anfangen kann, da Banken normalerweise keine Münzen in Landeswährung tauschen... :-(  Wenn der Partner natürlich in Deutschland sitzt, sollte man versuchen einen B&P-Trade zu vereinbaren!

-2:1

Es gibt zwei Varianten bezgl. des Trades 2:1

1.) Versendung von doppelt sovielen Tapes wie benötigt _inklusive_ Rückporto, der Trader behält einen Satz der Tapes, schickt den anderen zurück --> er behält den anderen Satz als "Belohnung", das Rückporto wird von dir auch bezahlt. Sicherlich besser als bei EBay 20,- Euro zu bezahlen , aber nicht optimal. Wenn sonst nichts geht, aber immer noch einen Gedanken wert!

2.) Versendung von doppelt sovieler Tapes wie benötigt _ohne_ Rückporto! D.h. die Tapes werden als Ersatz für ein Rückporto gewertet. Der Trader behält den Satz und schickt den anderen auf _seine_ Kosten zurück. In diesem Fall ist es wie B&P -siehe oben-, keiner zieht einen finanziellen Nutzen aus dem Trade. Gute Sache, allerdins ist auf die Höhe des Portos zu achten, welches der Trader zu zahlen hat! Heißt: Wenn der Gute umgerechnet 12,-- DM Porto zahlen muß, ihr ihm aber nur für 9,-- DM Tapes schickt, wird der er sauer werden!

Es hat sich aus meiner Erfahrung herausgestellt, das B&P sehr gut ist, wenn der Partner in DLand sitzt, der Trade 2:1 _ohne Rückporto_ ist sehr gut bei internationalen Tradern, obiges Problem beachtet. Ich habe bisher _keine_ "normalen 2:1-Trade gemacht, wenn dieses jemand verlangte, konnte ich, zum Gück, immer jemanden finden, der sich mit den anderen Varianten einverstanden fand.

Digital Trade on a Compact Disc!

Einige Randbemerkungen zum Trade mit CD-Rs.

Wenn ihr CD-Rs tauscht und aufnehmt und ihr in der Rolle des Aufnehmenden seit, so gibt es auch da ein paar Sachen zu beachten:

-Üblicherweise werden CD-Rs als DAO (Disk-At-Once) aufgenommen, also _ohne_ Pause zwischen den einzelnen Stücken. Wenn ihr dieses nicht tut, kann es sein daß euer Partner etwas "stinkig" wird, da dieses Standard ist. Ob euer CD-Rekorder dies unterstützt, erfahrt ihr im Handbuch oder direkt auf den Suport-Seiten des Herstellers.

-Ein paar Worte zum Cover. Euer Partner wird sich sicherlich über ein schönes Cover und ein gelungenes Label freuen. Wenn ihr aber nicht sicher seit, fragt ihn, ob er es möchte, oder er lieber selbst die CD bekleben möchte etc.!

Analog Trade on a Tape!

Was gibt es hier besonderes zu beachten? Nun, der Standard für Tapes ist mit größter Wahrscheinlichkeit Maxell XL II 90, Abweichungen mag es geben. Meist werden die Tapes _ohne_ Hülle etc. verschickt, ganz einfach aus dem Grunde da dieses Gewicht spart und somit auch Porto. Bei einem ausreichend gepolsterten Umschlag stellt dieses kein Problem dar, ich konnte bisher keine Brüche verzeichnen ;-)

Up here in my tree

Für alle, die nicht wissen was sie sich unter einem CDR-(Tape-)Tree vorstellen sollen:

Um die Aufnahmen weiterzuverbreiten gibt es die Möglichkeit eines CDR- Trees (früher lief das mit Kassetten als Tape-Tree, aber heute im Zeitalter der CD-Brenner...), der funktioniert folgendermaßen:

-Der Root (Die Wurzel unseres Baumes) besitzt die Originalaufnahme des Konzerts z.B. auf DAT und erstellt Kopien auf CD für die

-Branches (die Äste), die alle einen CD-Brenner besitzen müssen um die Aufnahme wieder zu vervielfältigen.

-Jedem Branch werden mehrere Leafs (Laub) zugeordnet, die von diesem als letztes Glied in der Kette dann Aufnahmen erhalten.

Bildlich sieht das dann so aus:

Schaubild

Alle Branches schicken ihre CDs/Tapes an den Root, alle Leafs an ihren Branch und dann wieder andersherum!

Weder die Band noch die Fans wollen, daß mit diesen Aufnahmen ein kommerzieller Handel getrieben wird. Siehe hierzu Synergy bzw. Tenclub.

Alle Aufnahmen werden auch hier wieder DAO gemacht, ein Cover, Label oder Inlay wird meistens nicht mitgesendet, zumeist kann so etwas aber über den Root bezogen werden (Website o.ä.)

Das üblichste Verfahren ist hier B/P (siehe oben), das Portoproblem bei verschiedenen Ländern läßt sich dadurch verhindern das Branch und Leafs aus einem Land kommen, wenn der Tree über Landesgrenzen geht. Andere Verfahren sind weiter oben beschrieben.

Trees haben eine feste Laufzeit und je weniger Mitglieder im Tree sind, desto schneller wird die ganze Sache abgewickelt und je leichter ist sie zu organisieren!

Maßgeblich für den Erfolg eines Trees ist die Zuverlässigkeit _aller_ Teilnehmer. Verständlich, da wenn ein Leaf ausfällt und keine CDs an den zugeordneten Branch schickt ist das nur für das Leaf relevant. Fällt aber ein Branch aus, so leiden darunter alle Leafs, die diesem Branch zugeordnet sind......

Links zum Thema findet ihr bei den Weblinks

 


 



Viel Spass und Erfolg wünschen euch Christian, Markus und Thomas!


 
 

 
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Holt euch das PJI-Shirt: